
ein Gedicht von Nadine Wörner
Weißt Du Kleines, ich sehe dir in die Augen, ohne die Zukunft zu kennen.
Ich höre Deine Stimme, spüre deine Schreie, nehme dich in meine Arme
und höre Dein Herz leise schlagen.
Drücke dich fest an mich und flüster dir leise ins Ohr, dass ich dich liebe.
Hochwürdiger Ehrgeiz verlässt mich in der Zeit der Realität, in der Panik,
der Angst verlier ich mich.
Drum hab ich doch noch dich, haltend in meinen Armen, sitzend in meinem Herzen.
Hab ich doch den Mut, den Willen, dich zu lieben.
Die Stärke, Dich zu achten, die Angst, dich zu verlieren.
Ich sehe jede kleine Stunde, nein Minute oder gar Sekunde in der du gedeihst.
Sehe dein Lachen, spüre deinen Atem an meiner Wange.
Fange jede, ach so kleine Träne von dir auf und halte sie ewig in meiner Hand.
Ach so ein liebliches Gesicht hat der Herr Dir gegeben.
Einen wundervollen Namen habe ich dir ausgesucht.
Du bist jetzt schon mein Engel, beschützt von der Liebe, die uns trägt.
Bist mein Geist, getragen von der Großzügigkeit, die in mir wächst.
Du wirst ein Mensch, vitalen Ursprungs.
Du bist mein Kind, Gottes Geschenk.
Das einzige Geschenk, was mich je glücklich gemacht hat.
Andere brauch ich gar nicht mehr, denn du bist immer da, immer bei mir.
Und ich, ich bin dein Geschenk, deine Mutter vom Anfang dieser Zeit bis zum Ende.
Denn wir gehören zusammen. Wir lieben zusammen.
Du bist mein Kind von Gottes Hand geschenkt, gelegt in mein Herz.

Nadine Wörner lebte bis Juni 2008 zusammen mit ihrem Sohn im Mutterhaus Aline.